Anfrage zum Brand im Übergangswohnheim

Das Übergangswohnheim in der Wiesentalstrasse

Freiburg, den 1.1.2013

Betreff: Anfrage nach § 24 Abs. 4 GemO außerhalb von Sitzungen
hier: Wohnraumversorgung von obdachlosen Familien mit Kindern

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Salomon,
Sehr geehrter Herr Bürgermeister von Kirchbach,

am Morgen des 21.12.2012 um 4:54 weckte mich mein Rettungsdienst-Melder wegen eines Alarms mit dem Stichwort „Vollbrand Übergangswohnheim“. Glücklicherweise konnte durch beherztes Eingreifen eines Jugendlichen eine größere Katastrophe vermieden werden (Freiburg: Held des Tages: Brand in Freiburger Heim: 16-Jähriger rettet Bewohner – badische-zeitung.de. (n.d.). Retrieved: December 28, 2012, from http://www.badische-zeitung.de/freiburg/brand-in-freiburger-heim-16-jaehriger-rettet-bewohner–67340301.html) , sodass auch keine Versorgung durch zusätzliche Kräfte von Nöten war und der Hintergrundalarm abgebrochen werden konnte.

Aus der Darstellung in der Zeitung am 21.12. und auch am 28.12.2012 (Freiburg: Brand in Obdachlosenunterkunft: Held der Wiesentalstraße: Wie ein 16-Jähriger viele Menschen rettete – badische-zeitung.de. (n.d.). Retrieved December 28, 2012, from http://www.badische-zeitung.de/freiburg/held-der-wiesentalstrasse-wie-ein-16-jaehriger-viele-menschen-rettete) ergeben sich für mich – unabhängig vom Einzelfall – folgende Fragen, insbesondere auch aufgrund der Aussage, dass „Schon seit drei Jahren leben die beiden in der Unterkunft, zurzeit nur auf zwei Matratzen.“ (ebenda):

  1. Wie lange dauert der Aufenthalt von Familien mit Kindern im Durchschnitt in einem Übergangswohnheim, bis sie normal, d.h. in einer eigenen Wohnung wohnversorgt werden können bzw. konnten?
  2. Wie viele Familien mit Kindern sind in Freiburg derzeit Wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht?
  3. Wie viele Familien mit Kindern leben derzeit im Übergangswohnheim?
  4. Wird diese Personengruppe bei der Versorgung bevorzugt behandelt?
  5. Wie viel Wohnraum wird für diese Gruppe derzeit und in absehbar erZeit benötigt?
  6. Für Wohnungen empfiehlt der Landesfeuerwehrverband den Einbau von einem Rauchmelder oder besser noch einem Rauchmelder pro Zimmer: “Ein Rauchmelder pro Wohnung als Mindestschutz zwischen Wohn- und Schlafbereich. Besser: Rauchmelder vor jedem Schlafbereich und in den Schlaf- und Kinderzimmern“ (Filderstadt: Rauchmelder – Lebensretter (n.d.). Retrieved: December 28, 2012, from http://www.feuerwehr-bw.de/index.php?id=109)
    Sind diese in den genannten Räumlichkeiten im Übergangswohnheim eingebaut?
  7. Wenn nein, ist dann eine Nachrüstung geplant?

Für eine Beantwortung dieser Fragen wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Weiterhin möchte ich anregen zu prüfen, ob dem Jugendlichen „Martin F.“, der nach Darstellung in der Presse in besonderem Maße zur Rettung der Bewohner beigetragen hat, die Rettungsmedaille des Landes Baden-Württemberg für seine besonderen Verdienste verliehen werden kann.

Mit freundlichen Grüßen und dem Wunsch nach einem guten neuen Jahr.

Ihr Sebastian Müller

Stadtrat Junges Freiburg

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