SPD Fraktion Freiburg: Beim Klimawandel nur heiße Luft!

SPD Fraktion Freiburg:
Beim Klimawandel nur heiße Luft!

Stadtrat Sebastian Müller kritisiert SPD Fraktion beim Thema klimaneutrales Quartier ‚Im Zinklern‘: „Nur Lippenbekenntnisse und heiße Luft zum Thema Klimawandel“

Junges Freiburg Stadtrat Sebastian Müller kritisiert das Abstimmverhalten der SPD in der letzten Gemeinderatssitzung: „Am letzten Dienstag hätte die SPD Fraktion etwas für den Klimaschutz tun können: in dem sie Punkt 6 des interfraktionellen Antrags von Junges Freiburg / Die Grünen und den Unabhängigen Listen zustimmen.“

Gemeinsam hatten die Fraktionen beantragt, das neue Wohngebiet „Im Zinklern“ in Lehen als „CO2- bzw. klimaneutrales Quartier“ zu entwickeln.

Dieses Abstimmungsverhalten steht im krassen Gegensatz zu ihrer sonstigen Darstellung der Freiburger jüngeren Geschichte: Angeblich habe die SPD den Freiburger Ruhm als Klimahauptstadt durch Vauban und andere ökologische Vorzeigeprojekte begründet.

Müller: „Zum Einen fehlt in dieser Darstellung das große bürgerschaftliche Engagement von Einzelpersonen, Vereinen und Institutionen, die Klimaschutz und ökologische Stadtentwicklung erst möglich machten. Zum Anderen hat die SPD eine solche Innovationskraft in den letzten Jahren vermissen lassen. Bei der Freiburger SPD gibt es derzeit nur heiße Luft beim Thema Klimawandel. Wer Klimschutz will der muß dann auch entsprechende Stadtteile befürworten.

Nachhaltigkeit bedeutet Ökologie, Ökonomie und Soziales in Einklang zu bringen, Herr Essmann!“

Besonders dreist ist das ganze, weil heute der 2. Kongress der Europäischen Umweltschutz Stiftung in Freiburg eröffnet wird. Hier hätte dieser Beschluß ein Zeichen sein können.

Zinklern II GR 12.3.13 Antrag von Junges Freiburg/ Die Grünen und der UL als PDF

Badische Zeitung bericht zu dieser GR Sitzung: „Denn ein ökologisches Vorzeigeprojekt wird das 12,5 Hektar große Baugebiet nicht. Die Forderung der Grünen nach einem klimaneutralen Quartier scheiterte knapp. Immerhin aber soll geprüft werden, ob sich autofreie Wohnbereiche realisieren lassen und weniger Parkplätze nötig sind. Eckart Friebis, baupolitischer Sprecher der Grünen, bedauerte, dass „wir hinter das zurückfallen, was wir vor mehr als drei Jahren fürs Baugebiet Gutleutmatten in Haslach beschlossen haben.“ Einer Green City sei das nicht angemessen“

Und in der gleichen Ausgabe Gastkommentar von Alt-OB Rolf Böhme, scheinbar SPD: „Auf die Städte und Gemeinden wird es bei der Energiewende besonders ankommen. Sie sind die eigentlichen Träger der Energiewende. Deren Kern ist der Übergang von einer zentralen Versorgung durch Großkraftwerke auf dezentrale Strukturen durch viele kleine Energieproduzenten mit Mini-Blockheizkraftwerken im Keller oder Solarzellen auf dem Dach. Plus-Energiehäuser erzeugen mehr Energie als sie verbrauchen und speisen den Überschuss ins Netz ein. Die Bürgerschaft kann sich so in den Städten zum großen Teil selbst versorgen.“

RDL Bericht dazu: Freiburger Koalition der alten Böhme SPD vollendet Rolle Rückwärts des Gemeinderates im Klimaschutz