Vorgehen gegen illegales Plakatieren mach Subkulturszene kaputt

Freiburg, den 30.9.2013

Vorgehen gegen illegales Plakatieren mach Subkulturszene kaputt: Zum Tag der Deutschen Einheit und Vielfalt soll sich die Verwaltungszene besinnen!

Sebastian Müller (Junges Freiburg) zum Thema Illegalem Plakatieren: „Neideck und Rubsamen machen die Subkulturszene kaputt und Kulturbürgermeister von Kirchbach schaut schweigend zu.“

Seit Wochen tobt die Diskussion in Freiburg: Veranstalter von Partys und anderen Freizeitveranstaltungen in Freiburg werden wegen illegalem Plakatieren mit Bußgeldern von bis 350 Euro überzogen. Mal handelte es sich dabei um ein Plakat das falsch hing, teilweise hat das Amt für Öffentliche Ordnung mehrere Verstöße gesammelt und dann mehrere Bescheide an die Veranstalter geschickt, jeder kostet 350 Euro.

Stadtrat Sebastian Müller: Während 80km/h fahren in der Tempo 30 Zone für 200,- EUR und 4 Punkte zu haben ist – womit man zumindest sich selbst wenn nicht sogar andere gefährdet – kostet das falsche Aufhängen von Plakaten, mit einer meist eher abstrakten Gefährdung 350 Euro. Das ist unverhältnismäßig und gemein!“.

Stadtrat Sebastian Müller: „Viele der Veranstalter haben zwar eine Gewinnerziehlungsabsicht, aber zwischen Absicht und Erfolg klafft auch eine gewisse Lücke“.

Er fordert, dass Bußgeld auf 50 Euro zur reduzieren, zumal auch häufig die Abgrenzung zwischen kommerziellen und gemeinnützigen Veranstaltern schwierig ist.

Den Gipfel der Absurdität erreiche aber das Theater: teilweise hat das Amt für Öffentliche Ordnung sogar das Kulturamt, das Stadttheater und Kulturmanagement-Studierende belangt, die diese Veranstaltungen für ihr Studium brauchen.

„Spätestens hier hätte sich Kulturbürgermeister von Kirchbach wie ein Löwe vor seine Mitarbeiter und Institutionen stellen müssen. Die kulturelle Szene wird kaputt geschossen und Kulturbürgermeister von Kirchbach schweigt.“, kritisiert Sebastian Müller.

Freiburgs Attraktivität für Touristen und Besucher hänge auch an der freien Szene, so Müller: „Allein mit Tschingdarassabumm und Blasmusik lockt man keinen in unsere Stadt – das Verhalten des Ersten Bürgermeisters zeugt von einem eingeschränkten Kulturverständnis.“