Verschoben! – Mitgliederversammlung am 22. Januar 2015

Liebe Junges Freiburg Mitglieder,
Wir, der Vorstand von Junges Freiburg, laden euch hiermit zu der kommenden Mitgliedervollversammlung (vom 08.01 auf den 22.01 verschoben) von Junges Freiburg ein.

In dieser Versammlung werden folgende Tagesordnungspunkte besprochen:

1. Rücktritt des 2. Vorstandes
2. Neuwahlen des 2. Vorstandes
3. Allgemeine Informationen zum Stand unserer Arbeit
4. Besprechung Wahlkampf Stadion

Die Moderation der Versammlung übernimmt der Vorstand.
Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen und eine produktive Sitzung.

Liebe Grüße,
Lisa Hörig und Inka Struthoff
Erste und zweite Vorsitzende

The Fun Theory – Ein bisschen Spaß muss sein!

Etwas Spaß, eine Belohnung anstatt einer Strafe und eine tägliche Chance auf einen Topf voller Geld und schon machen die Leute Dinge, die sie lästig finden oder halten sich an Regeln, die man sonst schnell und gerne übersieht.

Ungefähr so lässt sich „The Fun Theory“ (auch auf Facebook) kurz und knapp zusammenfassen. Eine Idee, die sich dieser Theorie annimmt ist die Speed Camera Lottery.  Deren Effekte sind beachtlich, denn eine Geschwindigkeitsreduzierung um starke 8 % wurde bereits erreicht.

Nicht zu vergessen ist der Spaß und die Belohnung. Beides kann nicht gemessen werden, sind aber unweigerlich mit der Speed Camera Lottery verbunden. Beide sind auch nötig, denn erst sie bewirken die Geschwindigkeitsreduizieren.

Aber wie erreicht man all das?

Das Konzept „The Speed Camera Lottery“ ist einfach. Zu Grunde liegt ein Blitzer und das dadurch eingenomme Bußgeld. Weiterhin zahlt jeder Raser seine verdiente Strafe. Alle Autofahrenden die sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten haben aber die Chance das täglich anfallende Bußgeld zu gewinnen!

Mit folgendem Video stellt Kevin Richardson seine Idee vor und bewarb sich zum Fun Theory Award – und gewann.

Inzwischen wurde die Innovation schonmal in die Realtität umgesetzt. An diesem Versuch in Stockholm, Schweden hatte sich auch VW beteiligt, die auch den Fun Theory Award initiiert haben. Wir fänden es einfach klasse, in Freiburg auch eine Speed Camera Lottery zu haben und ein weiteres Mal zu offenbaren, dass unsere Stadt eine schöne und vor allem weltoffene Stadt ist, in der man sogar beim Einhalten von Regeln gewinnen kann.

Folgende Fragen haben wir der Stadtverwaltung jetzt zukommen lassen:

  1. Inwiefern ist es datenschutzrechtlich überhaupt möglich, dass ein Blitzer nicht nur zu schnell fahrende, sondern alle Verkehrsteilnehmer erfasst?
  2. Wie steht die Stadtverwaltung zu diesem Pilotprojekt?
  3. Welche Stellen würden aus Sicht der Stadtverwaltung für eine „Speed Camera Lottery“ in Frage kommen?
  4. Ist eine solche Verwendung der Busgelder möglich?

Die gesamte Anfrage hier zum herunterladen: Anfrage Speed Camera Lottery

Bauarbeiter am Werk!

Schönen Samstag euch allen,

wir sitzen gerade an unseren Rechenmaschinen und tüfteln an unserer Website herum. Hoffentlich werden wir heute noch fertig!

Leider müsst ihr, alle unsere netten Besucher, bis heute Abend ertragen, dass hier im laufenden Betrieb die ganze Zeit irgendwelche Dinge verändert werden. Alle Inhalte bleiben aber online, sodass ihr weiterhin alles lesen könnt.

Grüßle und viel Spaß

Jannis, Benni und Lukas 🙂

Stille Stadt – kulturlose Stadt

Unser Amtsblattartikel von heute.
Sie spielen mit dem Gedanken, ihrem Kind eine Gitarre, einen E-Bass oder ein Schlagzeug unter den Weihnachtsbaum zu legen? Lassen Sie es am besten gleich bleiben! Denn spätestens seit dem Abriss des alten Güterbahnhofs ist es in Freiburg endgültig unmöglich geworden, einen bezahlbaren Proberaum zu finden. Die Mehrzahl der Freiburger Bands probt daher mittlerweile im Umland. Den Auftakt zum Exodus der Subkultur stellte bereits 2010 der Abriss des Proberaumkomplexes „Bahnweg 6“ dar. Mit der Umgestaltung des Güterbahnhofs in ein „Vauban fürs Gewerbe“ wurde diese Entwicklung für den kreativen Nachwuchs nun besiegelt.
Wie die BZ berichtete, haben sich bereits Anfang des Jahres etwa 70 Bands auf der Suche nach einem Proberaum bei der Musikinitiative Multicore gemeldet. Der Verein bestätigte JPG gegenüber, dass sich die Situation seither keineswegs verbessert habe. Mit lediglich neun Proberäumen im Kunsthaus L6 in Zähringen sowie einer Bezuschussung von 4.000 Euro durch Stadt und Land ist der Verein mit der gegenwärtigen Situation heillos überfordert.
Nun vermieten Privatunternehmer luxuriös sanierte Proberäume zu horrenden Mietpreisen stundenweise an zahlungskräftige Hobbymusiker. Musik machen wird in Freiburg dadurch zunehmend zum Elitensport, auf Kosten der kreativen Vielfalt. Diese Entwicklung kann nicht im Interesse einer Stadt liegen, welche einst Kulturhauptstadt werden wollte.

Sergios komplette Rede aus der Rothausarena

Foto: Jürgen Tittel

Foto: Jürgen Tittel

„Hallo liebe Anwesenden!

Wir sind uns in der Fraktion zu diesem Thema auch nicht ganz einig. Meine Rede wird dennoch pro ausfallen, da es meiner persönlichen Meinung mehr entspricht, und weil der Großteil unserer Fraktion auch eher pro Wolfswinkel ist. Ähm – damit meine ich natürlich nicht die Organisation „Pro Wolfswinkel“, sondern wir sind für den Wolfswinkel, auch als Standort für das SC Stadion.
Ganz oberflächlich gesehen kann man die Stadiongegner in zwei Hälften teilen: Der wohl größere Teil sind diejenigen, die gar nichts gegen den Standort Wolfswinkel haben, denen allerdings die Ausgaben der Stadt zu hoch sind. Das ist eine nachvollziehbare Sorge, die sicherlich allen Fraktionen, von denen viele zu diesem Thema gespalten sind, am meisten Bauchschmerzen bereitet. Dennoch sage ich, dass sich diese Investition lohnt und dass das deutlich größere finanzielle Risiko davon ausgehen würde, kein Stadion zu bauen. Von der Infrastruktur profitiert jeder Freiburger und viele Komponenten waren sowieso von der Stadt geplant. Dank dem Stadionbau bekommen wir voraussichtlich 11 Millionen vom Land dazu, die quasi geschenkt sind, von denen wir als Stadt nur profitieren. Solange der SC Freiburg nicht lange Zeit in der 3. Liga spielt, wovon nicht auszugehen ist, kostet die Bürgschaft für das Stadion die Stadt Freiburg keinen Cent. Außerdem kann man die insgesamt 30 Millionen, bestehend aus dem Eigenkapital des SC und dem Sponsoring von Rothaus, von den Gesamtkosten des Stadions abziehen. Wenn man jetzt noch bedenkt, was ein Fußballstadion für das Image einer Stadt bedeutet, für ihren Tourismus und Standing, nicht nur in Deutschland, sondern Europaweit, dann muss man einsehen, dass ein neues Stadion mehr Geld einbringt, als dafür ausgegeben wird. Zusätzlich sollte man nicht vergessen, dass der SC Freiburg nicht nur größter Sympathieträger Freiburgs, sondern auch einer der größten Steuerzahler ist.

Foto: Jürgen Tittel

Foto: Jürgen Tittel

Soviel zum Geld. Es gibt auch viele Stimmen, die sich aus persönlichen Gründen gegen das Stadion stellen, nicht aus finanziellen. Meist sind es besorgte Anwohner, oft auch Segelflieger oder Fallschirmspringer die persönlich betroffen sind. Was die Anwohner angeht, so muss ich ihnen wirklich sagen, dass es egoistisch wäre zu behaupten, ein Standort der 400 Meter von der nächsten Wohnbebauung weg ist sei unzumutbar, während der alte Standort, der nicht mal 40 Meter vom nächsten Wohnhaus weg ist, wunderprima sei. Diese „Ja, aber nicht in meinem Vorgarten“ Mentalität kann man am Stammtisch ausleben, aber bitte nicht in der Politik. Bürger am Wolfswinkel sind nicht weniger und nicht mehr wert, als Bürger in Littenweiler.
Da der Flugzeugbetrieb, insbesondere Organtransporte, weiterhin fortgesetzt werden kann, sehe ich auch hier kein Problem, dass größer wäre, als Probleme, die bei anderen Standorten auftauchen. Jetzt mal ehrlich: wer Segelfliegen kann, der kann auch die halbe Stunde fahrt nach Bremgarten in Kauf nehmen. Wer das nicht will, der sollte auch nicht fordern, dass das Stadion außerhalb der Stadt gebaut werden soll.
Standorte außerhalb der Freiburger Gemarkung wären ohnehin ein Schuss ins Knie, weil der SC wie gesagt einer der größten Freiburger Steuerzahler ist. In den letzten vier Jahren gingen jährlich 2,4 Millionen Steuern direkt an die Stadt Freiburg. Das sind 800.000 mehr, als die Stadt für Breitensport ausgibt. Wer also sagt, man soll Breitensport statt Profisport fördern, muss für die Förderung des SC Freiburgs sein, da dessen Steuereinnahmen den Breitensport komplett finanzieren können.
Zudem ist der SC Freiburg ohnehin einer der Vereine, die am besten wirtschaften, da er einer der wenigen Vereine ist, die seit Jahren wirtschaftlich stabil sind, und nicht verschuldet. Das, obwohl er mit Freiburg einen industriearmen Standort hat und keinen großen Industriechef, der ihm den Rücken deckt, wie bei Hoffenheim oder Werksvereinen, wie Wolfsburg und Bayer Leverkusen.

Foto: Jürgen Tittel

Foto: Jürgen Tittel

Wie aber schafft der SC Freiburg das? Abgesehen von intelligentem Umgang mit Geld, vor allem durch Jugendförderung. Die Freiburger Fußballschule ist landesweit als eine der besten bekannt. Der SC hat die Fußballschule mit einem Eigenanteil von drei Viertel quasi selbst auf die Beine gestellt, und hat dank den Nachwuchsspielern 2005 das jüngste Profiteam unter den Erst- und Zweitligisten aufgestellt. 2012 setzte der SC Freiburg acht seiner ehemaligen Fußballschüler in der Bundesliga ein. Mehr als jeder andere! Diese Jugendförderung ermöglicht es dem SC, positiv zu wirtschaften, da er keine teuren Spieler kaufen muss, sondern eigene trainiert.
Neben dem Füchsleclub und der Fußballschule mit 10 Jungendmannschaften, ist auch das Fanprojekt ein Vorzeigemodel der Jugendförderung, welches sich über das gemeinsame Hobby Fußball hinaus auch mit gesellschaftliche Themen beschäftigt, und sich zum Beispiel gegen Rassismus einsetzt. Ohne ein Stadion, kein SC. Ohne SC, Verluste in Wirtschaft, Zerstörung von Sozialstrukturen, insbesondere junger Menschen. Jeder andere Standort zieht mehr Nachteile mit sich als dieser. Ihr habt es in der Hand: Am ersten Februar für ein Stadion stimmen!“

Sergio Schmidt (Stadtrat Junges Freiburg), Bürgerinformationsveranstaltung SC-Stadion Neubau, Rothausarena Freiburg, DO 04.12.2014