Rede von Sergio zu den Stadtteilleitlinien im Stühlinger

Die Rede bezieht sich auf Tagesordnungspunkt 9 STELL Stühlinger hier: Umsetzung der Projektliste der Gemeinderatssitzung am 03.03.2015.

Liebe Anwesenden,

Es gab im Stühlinger eine vom Bürgerverein organisierte Abstimmung, für welche Projekte die für Finanzierungsfonds zur Verfügung gestellten Gelder benutzt werden sollen. Das Jugendzentrum Letz-Fetz hat ca. 20 Jugendliche mobilisiert an dieser Abstimmung teilzunehmen, an der sonst nur betagte Bürger teilgenommen hätten. Unter den Vorgeschlagenen Projekten gewann also ein neuer Bolzplatz die Abstimmung, aber weil das dem Bürgerverein nicht passte wurde eine neue Abstimmung gemacht, da die letzte aufgrund der vielen Jugendlichen ja nicht repräsentativ sei. Dummerweise gewann wieder der Bolzplatz, also entschied man sich das Geld einfach auf alle Projekte aufzuteilen. Jetzt hört man, 15 000 werden vielleicht gar nicht für einen Bolzplatz reichen, gleichzeitig will man aber 4 000 für eine Büchertausch-Telefonzelle ausgeben.

Politiker und Bürger beschweren sich gerne darüber, dass es zu wenig Jugendbeteiligung geben würde. Wenn sie dann aber da ist wird sie meistens als störend empfunden.

Es wäre ein Zeichen des Versagens für Jugendbeteiligung, für einen demokratischen Prozess und ein Scheitern des Konzepts Bürgerverein, welcher ja alle Bürger eines Stadtteils vertreten sollen, wenn dieser Bolzplatz nicht gebaut werden sollte. Deswegen bitte ich darum, dass das Garten und Tiefbauamt sich der Sache wohlwollend annimmt und sollte das Geld nicht reichen, muss eine Lösung gefunden werden. Vielleicht braucht man ja keine 4 000 Euro um eine Telefonzelle zu kaufen.

Nach dem Gemotze möchte ich aber noch das Letz-Fetz loben. Ich freue mich wenn ein Jugendzentrum es schafft Jugendliche an demokratische Prozesse heranzuführen und sich ins Zeug wirft, das diese auch Erfolg zeigen.

Vielen Dank.