Fossil Free Bewegung – Desinvestment in fossile und nukleare Brennstoffindustrie

Unser neuester Steich: Eine Anfrage zum Thema "Fossil Free" zusammen mit der Grünen Alternative, Freiburg Lebenswert/Für Freiburg, der SPD-Fraktion, der Fraktion Unabhängige Listen und den Freien Wählern.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

am 13. und 14. Februar war der „Global Divestment Day“. Die Forderung dahinter ist das Abziehen von Investitionen in Unternehmen der fossilen und nuklearen Brennstoffindustrie. Die Stadt Münster hat sich als erste deutsche Kommune der „Fossil Free Bewegung“ angeschlossen und den Beschluss gefasst, keine weiteren städtischen Investitionen in derartige Unternehmen zu tätigen.

Als „Green City“ zeigen wir als Stadt besonderes Engagement im Klimaschutz. Mit einem solchen Beschluss hätten wir die Möglichkeit einen weiteren Schritt im Klimaschutz zu tun. Langfristig halten wir Investitionen im genannten Bereich auch für unsicher.

Deshalb stellen sich für uns folgende Fragen:

  1. Tätigen die Stadt Freiburg oder ihre Tochtergesellschaften Investitionen über Fonds etc. in Unternehmen des fossilen oder nuklearen Sektors?
  2. Wenn ja, wie hoch sind diese Investitionen? Könnten Sie die einzelnen Investitionen bitte aufschlüsseln?
  3. Wo beziehen die städtischen Betriebe ihre eigene Energie her und sind in diesem Energiemix fossile oder nukleare Energie enthalten? Wenn ja, zu welchen Anteilen?
  4. Wann hat die Badenova vor, sich endgültig von fossilen oder nuklearen Energien abzuwenden?

Zu derartigen direkten oder indirekten Investitionen zählen aus unserer Sicht Aktien, Mischfonds, Unternehmensanleihen und sonstiges Kapital das Erdöl-, Erdgas-, Kohle- oder Nuklearunternehmen beinhaltet. Dazu zählt z.B. auch der Kommunale Versorgungsverband BadenWürttemberg“. Außerdem stellt die internationale Vereinigung „Fossil Free“ auf ihrer Website eine Liste von 200 Börsennotierten Unternehmen (http://gofossilfree.org/top-200/) zur Verfügung aus denen Geldanlagen abgezogen werden sollen.

Des Weiteren gibt es an der Universität Freiburg bereits eine „Fossil Free Freiburg“ Bewegung die auch andere Akteure mit an Bord holen möchte. Als Stadt und Tochterunternehmen können wir hier unserer Vorbildrolle in Sachen Klimaschutz stadtintern gerecht werden und vielleicht einen Funken an andere Institutionen in Freiburg oder andere Städte überspringen lassen, es uns gleich zu tun, so dass wir schneller den Weg aus fossilen und nuklearen Brennstoffen heraus beschreiten können.

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen


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