„Wählen ab 16“ als Thema bei der Bundestagswahl 2017

Die vollständige Liste zur Position "Wählen ab 16" zur Bundestagswahl 2017 mit allen Parteien!

Das Wahlrecht ab 16 ist für uns Freiburger bisher nur bei den Kommunalwahlen eingeführt worden. Dass „Wählen ab 16“ ein richtiger Weg zu mehr (Jugend-)Beteiligung, jüngerer Politik und mehr Demokratie ist wollen wir in diesem Artikel kurz verdeutlichen. Außerdem haben wir die Positionen aller Parteien nach dieser Forderung gesammelt!

Themen für die jüngere Bevölkerung sind wenig im Wahlkampf für die Bundestagswahl 2017 vertreten, für jüngere BürgerInnen haben die Parteien nur wenig Innovatives im petto. „Zukunftsthemen wie Rente oder Digitalisierung spielen zwar eine Rolle, aber aus meiner Sicht fehlen die Visionen!“, meint Lukas Mörchen, Stadtrat für Junges Freiburg und Erstwähler bei der Bundestagswahl 2017.
Ein Grund dafür ist die geringe Wahlbeteiligung unter den jüngeren BürgerInnen. Dies, sowie der allgemeine Trend zur Politikverdrossenheit, können, so zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, durch die Herabsetzung des Wahlalters gestoppt werden.
Damit wie bei verschiedenen Landtagswahlen oder in Österreich bei den nationalen Parlamentswahlen auch in Deutschland Jugendliche ab 16 Jahren an der Bundestagswahl teilnehmen dürfen, muss der Bundestag das Wahlrecht ändern! Für diese Änderung setzten sich folgende Parteien ein:

Das Bild zeigt, dass SPD, GRÜNE, LINKE, PIRATEN, ÖDP und die Tierschutzpartei für "Wählen ab 16" sind.

Übersicht „Wählen ab 16“ zur Bundestagswahl 2017

Wir haben für euch die entsprechenden Absätze zur Herabsetzung des Wahlalters in jeweils voller Länge gesammelt:

SPD: „Junge Menschen sollen demokratisch mitentscheiden. Wir wollen das Wahlalter bei Bundestagswahlen und bei den Wahlen zum Europäischen Parlament auf 16 Jahre absenken. So ermöglichen wir jungen Menschen, sich früher politisch zu beteiligen. Und damit motivieren wir sie zugleich, sich für ihre Interessen und für ihre Rechte stärker zu engagieren. Denn ihre Stimme zählt. Die politische Bildung für Jugendliche werden wir ausbauen – vor allem über die Bundeszentrale für politische Bildung ebenso wie durch politische Jugendverbände, freie Träger und andere politische Bildungsangebote.“

GRÜNE: „Damit sich gerade junge Menschen früh einbringen können, wollen wir das Wahlalter bei allen Wahlen auf 16 Jahre absenken. Damit junge Menschen auch wirklich mitentscheiden und mitbestimmen können, wollen wir die Institutionalisierung von politischen Jugendgremien und deren Finanzierung voranbringen.“

DIE LINKE fordert eine „umfassende Wahlrechtsreform.“ Und weiter: „Wir wollen das Wahlrecht ab der Vollendung des 16. Lebensjahres und für alle seit fünf Jahren hier lebenden Menschen.“

PIRATEN: „Das Durchschnittsalter der Wahlberechtigten steigt. Dies führt dazu, dass Diejenigen, die am längsten die Auswirkungen der politischen Entscheidungen zu tragen haben, in ihren politischen Teilnahmemöglichkeiten eingeschränkt sind. Wir PIRATEN wollen die politische Beteiligung von Kindern und Jugendlichen fördern. Das aktive Wahlrecht soll auf 14 Jahre gesenkt werden. Politisch interessierte Kinder und Jugendliche sind sich der Verantwortung bewusst, die mit einer Wahl verbunden ist.“

Tierschutzpartei: „Wir möchten das generelle Wahlrecht ab 16 Jahren einführen.“

ÖDP:  „Die ÖDP setzt sich dafür ein, dass Jugendliche ab 14 Jahren auf Antrag ihre Interessen auch als Wähler selbst wahrnehmen können. Auf diese Weise wollen wir
bewirken, dass sie möglichst früh mit wesentlichen politischen Vorgängen wie
Wahlen vertraut werden und ihre Anliegen verstärkt Gehör finden.“

Die Forderung nach einer Herabsetzung des Wahlalters ist in den Wahlprogrammen folgender Parteien nicht enthalten: CDU/CSU, FDP, AfD. (weitere haben wir uns gespart.) Die obige Auflistung aller zustimmenden Parteien inkl. der jeweiligen Auszüge ihrer Wahlprogramme zur Bundestagswahl 2017 ist nach unserem Stand vom 18.09.2017 vollständig.