Ich bin sau stolz.

Junges Freiburg wird teilweise mit als Wahlsieger*in genannt. Wir haben es trotz vieler neuer Listen und bei steigender Wahlbeteiligung geschafft, um 0,4% zuzulegen. Das sind 55.000 mehr Stimmen als 2014 und weiterhin zwei von 48 Sitzen im Freiburger Gemeinderat. Ich gratuliere ganz herzlich Sergio zur Wiederwahl und Simon als jüngstes neues Mitglied. Die beiden werden die Kommunalpolitik rocken. Schade um Artur Frei, unseren Vorsitzenden, der den Einzug knapp verpasst hat und ebenso eine Bereicherung für den Gemeinderat wäre, insbesondere in Sachen Kulturförderung und Stadtentwicklung.

Jugend in der Kommunalpolitik

Im Dezember 2013 haben wir diskutiert, ob Junges Freiburg neugegründet werden soll und ob das Anliegen, eine junge Stimme im Gemeinderat zu sein noch aktuell ist. 2014 wurden wir darin bestätigt. Und auch in diesem Jahr, durch die aktuellen politischen Geschehnisse und dieses Wahlergebnis, sehe ich Junges Freiburg daran bestätigt und bestärkt, uns weiterhin für die Anliegen von jungen Menschen in Freiburg einzusetzen und diese direkt und ohne Umwege über Jugendbeteiligungsverfahren in den Gemeinderat zu tragen! Und nicht nur das, ich finde es wurde ein weiteres klares Signal gesendet: Politik ist was für junge Menschen. Im Vergleich zur Wahl 2014 ist der neue Gemeinderat ganze 7 Jahre jünger! Die Europawahlen wurden von Fridays for Future erfolgreich zu Klimawahlen gemacht. Jugend ist politisch relevant und ernst zu nehmen!

Rezoluzzer auf dem SPIEGEL-Cover

Ich bin ebenfalls sau stolz auf Simon, meinen Nachfolger. Simon hat es nämlich in lediglich 5 Tagen nach der Feststellung des Wahlergebnisses auf das Cover des aktuellen Spiegels (23/2019) geschafft. Es geht um Mitbestimmung von jungen Menschen und um das Ernst genommen werden. Da, also auf dem Cover ganz links, ist er genau richtig aufgehoben, als zukünftig jüngster Stadtrat in Freiburg, als Stimme für Inklusion, Klimagerechtigkeit und weitere Anliegen von jungen Freiburger*innen.

Simon wird im SPIEGEL zum Thema ernst genommen werden zitiert: „In der Vergangenheit hatte ich oft das Gefühl, dass meine Altersgenossen und ich von den anderen Parteien nicht ernst genommen werden.“ Das wird sich für ihn persönlich in Zukunft ändern, denn als Stadträte werden wir in Freiburg sehr ernst genommen. Das Unterstreichen unsere zahlreichen Erfolge der letzten 5 Jahre (siehe JPG-wirkt). Und wir nehmen die Anliegen von jungen Menschen in Freiburg sehr ernst. Egal ob es um eine Trampolinhalle oder ein Einkaufszentrum (siehe 8er-Rat), eine City-Maut für den Klimaschutz (siehe Fridays for Future Freiburg) oder ÖPNV-Tickets günstiger machen (siehe Freiburg16Plus) geht.

Auch unsere Vorsitzende Anna wurde interviewt. Sie sagte gegenüber der Deutschen Welle: „Die Europawahl hat gezeigt, was für eine riesige Welle die Jugend gerade schafft. Wir müssen jetzt ernstgenommen werden.“ Was also für den Gemeinderat und die Stadt Freiburg gilt, sollte und muss nach diesen Europawahlen jetzt auch für die anderen politischen Ebenen gelten.

Mein Fazit

Mein Fazit dieser Wahlen ist auf jeden Fall sehr positiv. Zwei Erfolge aus meiner Sicht sind:

  1. Junge Politiker*innen wurden gewählt, aber der Gemeinderat kann leider nicht alles regeln.
  2. Die Stimmen von jungen Menschen haben ein Gewicht bei der Wahl. Dies muss jetzt auf Landes-, Bundes- und Europapolitischer Ebene ernst genommen werden, genauso wie bei konkreten Anliegen auf kommunaler Ebene.

Also: Wir müssen weiterhin kämpfen, demonstrieren und bei den kommenden Wahlen ein klares Signal an die Regierungsparteien senden, damit sich insbesondere beim mangelnden Klimaschutz und bei fehlenden wirksamen Mitbestimmungsmöglichkeiten für junge Menschen wirklich etwas verändert!

Ein Blogpost von Lukas Mörchen.