„Wählen ab 16“ als Thema bei der Bundestagswahl 2017

Die vollständige Liste zur Position "Wählen ab 16" zur Bundestagswahl 2017 mit allen Parteien!

Das Wahlrecht ab 16 ist für uns Freiburger bisher nur bei den Kommunalwahlen eingeführt worden. Dass „Wählen ab 16“ ein richtiger Weg zu mehr (Jugend-)Beteiligung, jüngerer Politik und mehr Demokratie ist wollen wir in diesem Artikel kurz verdeutlichen. Außerdem haben wir die Positionen aller Parteien nach dieser Forderung gesammelt!

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Außerordentliche Mitgliederversammlung vom 06.07.2017

Unsere Pressemitteilung vom 07.07.2017

Junges Freiburg wählt Johannes Mielitz zum 2. Vorsitzenden

Maximalalter für ordentliche Mitgliedschaft wird auf 29 angehoben

Am gestrigen 6. Juli fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Wählervereinigung Junges Freiburg e.V. statt. Grund war das Ausscheiden des bisherigen 2. Vorsitzenden Bassim Junis, der das Amt seit März 2015 innehatte. Zum neuen 2. Vorsitzenden wurde der VWL-Student Johannes Mielitz gewählt. Kathrin Vogel bleibt weiterhin 1. Vorsitzende der Wählervereinigung.

Junges Freiburg bedankt sich bei Bassim Junis für seinen großen Einsatz. Er hatte bei der Sofatour zur Erhebung der Bedürfnisse junger Menschen in Freiburg eine große Rolle gespielt und sich unter anderem bei Podiumsdiskussionen zur Wohnungspolitik für sozial schwächere Freiburger eingesetzt.

Die Wählervereinigung gratuliert Johannes Mielitz zur Wahl zum 2. Vorsitzenden. Der 21-jährige ist seit wenigen Monaten Mitglied. “Ich engagiere mich bei Junges Freiburg, weil ich nicht nur alle 5 Jahre bei der Kommunalwahl meine Stimme abgeben möchte. Hier kann ich jeden Tag aktiv die Politik in Freiburg mitgestalten.”, sagt Johannes Mielitz. Er ruft auch andere junge Freiburger_innen dazu auf, sich einzubringen. Die Treffen sind offen für jeden und finden jeden Donnerstag um 17:30 Uhr im Haus der Jugend, Raum 32, Uhlandstr. 2 statt.

Des Weiteren stimmte die Mitgliederversammlung dafür, dass das Maximalalter für ordentliche Mitglieder auf 29 Jahre erhöht wird. Bisher durften laut Satzung nur Personen Mitglied werden, die das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten. Personen, die 30 Jahre oder älter sind, können Fördermitglieder der Wählervereinigung werden.

Sergios Redebeitrag beim Global Marijuana March 2017 in Freiburg

Das Video der Rede kommt bald auch noch!

Hi Leute!

Heute ist eine ganz besondere Demo. Was diese Demo so besonders macht, ist dass wir dafür auf die Straße gehen, Gesicht zeigen und Position beziehen etwas Illegales zu Legalisieren. Wir outen uns als Kriminelle und setzen uns einer Stigmatisierung aus. Aber ich kann euch Danken und versichern: Ihr alle tut das richtige! Und Ich bin stolz, dass ihr den Mut habt es zu tun.

Ich frage mich: Wer hat das Recht über meinen Körper zu entscheiden? Ja – Drogen können Gefährliche Auswirkungen auf den Körper und auf den Geist haben. Aber sind diese Auswirkungen schädlicher als bei vielen Legalen Konsumgegenständen? Sind Fettleibigkeit, Alkoholismus, und Zigarettenrauch nicht genauso schlimm?

Keine Sorge ich will hier niemandem etwas verbieten, aber was soll diese Doppelmoral? Laut „Kenn-dein-Limit“ gibt es 74 000 Todesfälle durch riskanten Alkoholkonsum im Jahr, und das ohne Autounfälle durch Alkohol mit einzubeziehen. wartet. Ich schaue mal kurz wie viele Tote es durch eine Cannabisvergiftung jedes Jahr gibt.

Oh es gibt keinen! Vielleicht liegt das daran, dass es Wissenschaftlich unmöglich ist soviel THC aufzunehmen, das dieses Giftig wirkt. Leute ihr sterbt eher an Hyperventilation, sprich zu viel Sauerstoff, als an Cannabis. Verdammt, dann verbietet doch das Atmen!

Die Gefahr der Abhängigkeit von Cannabis ist auch nicht höher als bei Alkohol und schon gar nicht gefährlicher, nur ist sie in der Gesellschaft weniger  akzeptiert. Wenn ich nach der Gemeinderatssitzung im Rathausinnenhof erst mal eine Tüte Rauchen würde, wäre die Hölle los. Aber es ist völlig normal , dass  Gemeinderäte und Bürgermeister zu Anlässen wie Geburtstagen Hochzeiten etc. nach der Sitzung zu einem Umtrunk einladen. Ich habe schon erlebt wie auf Delegationsreisen mitten am Tag Whisky pur getrunken wurde und Gemeinderäte sich darüber beschwert haben das es beim Frühstück im Hotel keinen Sekt gibt.

Warum wird eine Droge die so viel schädlicher und gefährlicher ist, von nahezu der ganzen Nation in regelmäßigen Abständen und zu allen großen Anlässen wie Silvester Weihnachten und Geburtstagen exzessiv zelebriert, mit Trinkspielen, Wettsaufen, Shotrunden. Aber Cannabiskonsumenten müssen sich weiter in den Schatten bewegen um rechtlichen und sozialen Konsequenzen aus dem Weg zu gehen. Und das alles „weil es immer so war“ oder „weil es halt Tradition ist“. Aha. Weil sich vor ein paar Hundert Jahren Mönche entschieden haben Bier zu brauen statt Weed zu growen müssen wir uns jetzt vorschreiben lassen mit was wir unseren Körper vergiften dürfen und mit was nicht?

Die Prohibitionsstrategie hat nicht den Effekt das weniger Konsumiert wird. Scheinbar ist sogar das Gegenteil der Fall. In einem Artikel der TAZ heißt es, in Deutschland gibt es mehr Kiffer unter 24 als in der Niederlande, wo Cannabis legal ist. Ein Cannabis Verbot hat also nicht die gewünschte Wirkung. Aber ich kann euch sagen welche Wirkung es hat:

Cannabis kann nur auf dem Schwarzmarkt gekauft werden. Dadurch gehen uns Millionen von Steuereinnahmen durch die Lappen, wir können den Markt nicht kontrollieren und keinerlei Verbraucherschutz garantieren. Das heißt Gras kann voll sein mit Streckmitteln wie Haarspray, Blei, Schmutz oder sonstigem. Eine Legalisierung hätte also keine Auswirkung auf die Zahl der Konsumenten, würde Millionen Steuereinnahmen einbringen, Verbraucher schützen, Arbeitsplätze schaffen, einen neuen Wirtschaftszweig entstehen lassen, natürlich auch den Tourismus fördern und, wie Zahlen aus den amerikanischen Bundesstaaten zeigen welche Cannabis legalisiert haben, die Kriminalität grundsätzlich verringern. Denn in Verbindung mit dem Schwarzmarkt geschehen oft weitere Straftaten wie zum Beispiel Raub oder Gewalt. Außerdem finanzieren sich Kriminelle Organisation häufig maßgeblich durch Drogenhandel. Eine Legalisierung nimmt die Kriminalität aus der Droge.

Abschließend sage ich deshalb: Die Legalisierung ist auch in Deutschland nötig und überfällig. Lasst euch außerdem nicht unterkriegen.

Wir sind keine Kiffer, wir sind ganz normale Menschen

und wir kiffen.

 

 

Da ging was! Haushalt 2017/18

Da ging sogar mehr, als wir selber anfangs gedacht hätten! Ganz oben auf unserer Wunschliste stand, wie schon vor zwei Jahren, der 2. Bauabschnitt des Skateparks im Dietenbach (200.000 EUR), sowie ein Zuschuss für’s ArTik, der nun den Namen auch verdient (jeweils 25.000 EUR Renovierungszuschuss und Planungszuschuss, sowie 22.000 EUR jährlich extra für Miete). Beides hat nun geklappt. Das war nicht selbstverständlich, sondern verdanken wir einer Mischung aus extrem guter und energischer Überzeugungsarbeit der ehrenamtlichen VertreterInnen der jeweiligen Gruppierungen Skatement und ArTik, einer besonderen Konstellation im Gemeinderat, sowie dem Verhandlungsgeschick einiger Stadträtinnen und Stadträte.

Neben den beiden genannten “Herzensthemen” fanden noch viele weitere unserer Anträge eine Mehrheit in den Verhandlungen. Wir wollen daher hier einige davon nennen, welche für Junges Freiburg ebenfalls von großer Wichtigkeit waren:

  • Jugendbüro: Der 8er-Rat kann fortgeführt werden und für die verpflichtende Jugendbeteiligung stehen mehr Personalressourcen zur Verfügung (~50.000 EUR insgesamt für 2017/18)
  • Freiburg bekommt eine/n Popbeauftragte/n (25.000 EUR jährl.)
  • Eine Stadtführung für Schülerinnen und Schüler zum Thema Antisemitismus wurde bewilligt. (20.000 EUR für beide Jahre)
  • Der Bauunterhalt an Freiburgs Schulen wurde weniger drastisch gekürzt, als von der Verwaltung vorgeschlagen (letztlich ging der geringere SPD-Antrag anstelle unserem durch)
  • Das SchülerFilmForum erhält nun 3.000 EUR zusätzlich pro Jahr
  • Das Kulturaggregat erhält erstmalig eine Förderung von 25.000 EUR jährlich
  • Der Slow Club erhält erstmalig eine Förderung (15.000 EUR für beide Jahre)
  • Die Schwule Filmwoche erhält 2.000 EUR mehr jährlich

Folgende Anträge unserer Fraktion JPG fanden ebenfalls eine Mehrheit:

  • Arbeitskreis Leben U25 (jährlich 5.000 EUR zusätzlich)
  • Wendepunkt e.V. (ca. 20.000 EUR insg.) und Wildwasser e.V (ca. 35.000 EUR insg.)
  • P.I.N.K. (25.000 EUR jährlich)
  • Depot K (2.500 EUR jährlich)
  • Kommunales Kino (8.250 jährlich)
  • Schwere(s)Los! e.V erhält 30.000 EUR in den kommenden beiden Jahren
  • FRIGA erhält insgesamt 9.000 EUR für 2017/18
  • IG Gehörlosen- und Schwerhörigenzentrum erhält erstmalig einen Zuschuss von insgesamt 5.250 EUR
  • Das Südufer bekommt einen Tanzboden (einmalig 22.000 EUR)
  • Kunst im Faulerbad (einmalig knapp 10.000 EUR – leider ging nur der geringere SPD-Antrag durch)
  • Der Behindertenbeauftragte und der Behindertenbeirat wurden nicht zusammengestrichen (20.000 EUR jährlich)
  • Für den Ausbau der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum stehen bis 2018 nun 1 Mio. EUR zur Verfügung

Außerdem haben wir folgende, erfolgreiche Anträge gerne unterstützt:

  • Jugendkunstparkour im E-Werk (20.000 EUR in 2018)
  • Die Gelder an städtischen KiTas wurden um insg. 150.000 EUR erhöht. Dadurch werden Erzieher*innen in “Praxisintegrierter Ausbildung” (PIA) nicht mehr auf den Stellenschlüssel angerechnet
  • Kurve e.V (25.000 EUR jährlich)
  • Tritta AG Mädchen (50.000 EUR für beide Jahre)
  • Projektförderung Film (8.000 EUR in 2018)
  • Bewegungsart Tanzkonzept (50.000 EUR jährlich)

Was leider in diesem Doppelhaushalt nicht geklappt hat:

  • Kostenlose Plakatgenehmigungen für junge Künstler (Vergabe durch Popbeauftragte/n)
  • Durchführung einer Kinderstudie
  • Eine Aufstockung des Personals im Kinderbüro
  • Bau eines Pumptracks für MTB, BMX, Skateboard, Roller, etc.
  • Abschaffung des Gaststättenkontrolldienstes
  • Zuschuss für das Festival “Freiburg stimmt ein”

Wer eine Übersicht über alle Anträge einsehen möchte, kann dies hier tun. (http://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/node/1057955/Lde/1057955.html?zm.sid=zm5kpme1poe1)