Solidarisierung mit den Besetzer*innen der Guntramstraße 44

Am Samstag morgen wurde die Guntramstraße 44 im Stühlinger besetzt. Der Protest „gegen Mietwahnsinn und Verdrägung“ wurde ohne Ankündigung von der Polizei nach gerademal 10 Stunden durch Räumung beendet. Unser Stadtrat Sergio Schmidt war vor Ort und solidarisierte sich mit den Besetzer*innen dazu im Videostatement.

Weitere Informationen zur Besetzung gibt es unter diewg.noblogs.org

Kommunalwahl 2019 – wir sind dabei!

Selbstverständlich wird Junges Freiburg 2019 wieder zur Kommunalwahl antreten um junge Themen im Freiburger Gemeinderat auch weiterhin vehement durchzusetzen! Nachdem wir konkrete Ziele unseres Wahlprogramms 2014 weitestgehend umsetzen konnten gilt es nun neue Ziele ins Auge zu fassen. Dazu werden wir eine Liste aus engagierten jungen Menschen zusammenstellen. Wer das neue Wahlprogramm mitgestalten möchte, sich bei uns im Wahlkampf engagieren möchte oder eine Kandidatur in Erwägung zieht, der soll sich nicht scheuen uns zu kontaktieren!

Einen Zeitplan haben wir bisher noch nicht vereinbart. Mit der Kommunalwahl an und für sich sowie der Listenaufstellung im Speziellen werden wir uns jedoch sicherlich im letzten Quartal dieses Jahres sehr intensiv beschäftigen.

Wir freuen uns auf eure Nachrichten per E-Mail, auf Facebook, Twitter oder Instagram,
euer Junges Freiburg Team

Unsere Spitzenkandidat*innen Michael, Lukas, Lilly und Sergio (v.l.n.r.) zur Kommunalwahl 2014.

Erfolgreiches 8er-Rat Projekt: Die MTB-Übungsstrecke kommt

Hier hätte eine Kartendarstellung der Übungsstrecke zu sehen sein sollen.

Lukas Mörchen war am 26.02.2018 im Umweltausschuss. Dort stand der Bau einer „Mountainbike-Übungsstrecke“ auf der Tagesordnung. Der Umweltausschuss nahm die Vorlage UA-18/001 (Link zum Ratsinformationssystem) mit Konzeption und Naturschutzrechtlicher Prüfung zustimmend zur Kenntnis.

Eine Gruppe von Schüler*innen hatte im Rahmen des Ersten Freiburger 8er-Rats im Schuljahr 2015/16 die Initiative für eine Mountainbike-Übungsstrecke ergriffen, sich mit dem Forst- und dem Sportamt der Stadt Freiburg abgestimmt sowie Gemeinderät*innen zu einer Testfahrt eingeladen. Über die Testfahrt berichtete auch die Badische Zeitung.

Wir freuen uns, dass die Bewertungen durch Forst- und Umweltamt nun abgeschlossen werden konnten und eine Genehmigung des Vorhabens in Aussicht gestellt wird. Damit wird der Weg frei gemacht, für die Umsetzung des Projektes durch den Mountainbike Freiburg e.V.

Sergio Schmidt hatte das Projekt nach Abschluss des 8er-Rats 2016 als Pate übernommen. Er meint dazu: „Die Jugendlichen hatten eine hervorragende Idee. Es ist gut, dass die Stadtverwaltung das Projekt so bereitwillig aufgenommen und jetzt relativ schnell umgesetzt hat, das ist nicht selbstverständlich.“

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Sergios Redebeitrag beim Global Marijuana March 2017 in Freiburg

Das Video der Rede kommt bald auch noch!

Hi Leute!

Heute ist eine ganz besondere Demo. Was diese Demo so besonders macht, ist dass wir dafür auf die Straße gehen, Gesicht zeigen und Position beziehen etwas Illegales zu Legalisieren. Wir outen uns als Kriminelle und setzen uns einer Stigmatisierung aus. Aber ich kann euch Danken und versichern: Ihr alle tut das richtige! Und Ich bin stolz, dass ihr den Mut habt es zu tun.

Ich frage mich: Wer hat das Recht über meinen Körper zu entscheiden? Ja – Drogen können Gefährliche Auswirkungen auf den Körper und auf den Geist haben. Aber sind diese Auswirkungen schädlicher als bei vielen Legalen Konsumgegenständen? Sind Fettleibigkeit, Alkoholismus, und Zigarettenrauch nicht genauso schlimm?

Keine Sorge ich will hier niemandem etwas verbieten, aber was soll diese Doppelmoral? Laut „Kenn-dein-Limit“ gibt es 74 000 Todesfälle durch riskanten Alkoholkonsum im Jahr, und das ohne Autounfälle durch Alkohol mit einzubeziehen. wartet. Ich schaue mal kurz wie viele Tote es durch eine Cannabisvergiftung jedes Jahr gibt.

Oh es gibt keinen! Vielleicht liegt das daran, dass es Wissenschaftlich unmöglich ist soviel THC aufzunehmen, das dieses Giftig wirkt. Leute ihr sterbt eher an Hyperventilation, sprich zu viel Sauerstoff, als an Cannabis. Verdammt, dann verbietet doch das Atmen!

Die Gefahr der Abhängigkeit von Cannabis ist auch nicht höher als bei Alkohol und schon gar nicht gefährlicher, nur ist sie in der Gesellschaft weniger  akzeptiert. Wenn ich nach der Gemeinderatssitzung im Rathausinnenhof erst mal eine Tüte Rauchen würde, wäre die Hölle los. Aber es ist völlig normal , dass  Gemeinderäte und Bürgermeister zu Anlässen wie Geburtstagen Hochzeiten etc. nach der Sitzung zu einem Umtrunk einladen. Ich habe schon erlebt wie auf Delegationsreisen mitten am Tag Whisky pur getrunken wurde und Gemeinderäte sich darüber beschwert haben das es beim Frühstück im Hotel keinen Sekt gibt.

Warum wird eine Droge die so viel schädlicher und gefährlicher ist, von nahezu der ganzen Nation in regelmäßigen Abständen und zu allen großen Anlässen wie Silvester Weihnachten und Geburtstagen exzessiv zelebriert, mit Trinkspielen, Wettsaufen, Shotrunden. Aber Cannabiskonsumenten müssen sich weiter in den Schatten bewegen um rechtlichen und sozialen Konsequenzen aus dem Weg zu gehen. Und das alles „weil es immer so war“ oder „weil es halt Tradition ist“. Aha. Weil sich vor ein paar Hundert Jahren Mönche entschieden haben Bier zu brauen statt Weed zu growen müssen wir uns jetzt vorschreiben lassen mit was wir unseren Körper vergiften dürfen und mit was nicht?

Die Prohibitionsstrategie hat nicht den Effekt das weniger Konsumiert wird. Scheinbar ist sogar das Gegenteil der Fall. In einem Artikel der TAZ heißt es, in Deutschland gibt es mehr Kiffer unter 24 als in der Niederlande, wo Cannabis legal ist. Ein Cannabis Verbot hat also nicht die gewünschte Wirkung. Aber ich kann euch sagen welche Wirkung es hat:

Cannabis kann nur auf dem Schwarzmarkt gekauft werden. Dadurch gehen uns Millionen von Steuereinnahmen durch die Lappen, wir können den Markt nicht kontrollieren und keinerlei Verbraucherschutz garantieren. Das heißt Gras kann voll sein mit Streckmitteln wie Haarspray, Blei, Schmutz oder sonstigem. Eine Legalisierung hätte also keine Auswirkung auf die Zahl der Konsumenten, würde Millionen Steuereinnahmen einbringen, Verbraucher schützen, Arbeitsplätze schaffen, einen neuen Wirtschaftszweig entstehen lassen, natürlich auch den Tourismus fördern und, wie Zahlen aus den amerikanischen Bundesstaaten zeigen welche Cannabis legalisiert haben, die Kriminalität grundsätzlich verringern. Denn in Verbindung mit dem Schwarzmarkt geschehen oft weitere Straftaten wie zum Beispiel Raub oder Gewalt. Außerdem finanzieren sich Kriminelle Organisation häufig maßgeblich durch Drogenhandel. Eine Legalisierung nimmt die Kriminalität aus der Droge.

Abschließend sage ich deshalb: Die Legalisierung ist auch in Deutschland nötig und überfällig. Lasst euch außerdem nicht unterkriegen.

Wir sind keine Kiffer, wir sind ganz normale Menschen

und wir kiffen.

 

 

Sergios komplette Rede aus der Rothausarena

Foto: Jürgen Tittel

Foto: Jürgen Tittel

„Hallo liebe Anwesenden!

Wir sind uns in der Fraktion zu diesem Thema auch nicht ganz einig. Meine Rede wird dennoch pro ausfallen, da es meiner persönlichen Meinung mehr entspricht, und weil der Großteil unserer Fraktion auch eher pro Wolfswinkel ist. Ähm – damit meine ich natürlich nicht die Organisation „Pro Wolfswinkel“, sondern wir sind für den Wolfswinkel, auch als Standort für das SC Stadion.
Ganz oberflächlich gesehen kann man die Stadiongegner in zwei Hälften teilen: Der wohl größere Teil sind diejenigen, die gar nichts gegen den Standort Wolfswinkel haben, denen allerdings die Ausgaben der Stadt zu hoch sind. Das ist eine nachvollziehbare Sorge, die sicherlich allen Fraktionen, von denen viele zu diesem Thema gespalten sind, am meisten Bauchschmerzen bereitet. Dennoch sage ich, dass sich diese Investition lohnt und dass das deutlich größere finanzielle Risiko davon ausgehen würde, kein Stadion zu bauen. Von der Infrastruktur profitiert jeder Freiburger und viele Komponenten waren sowieso von der Stadt geplant. Dank dem Stadionbau bekommen wir voraussichtlich 11 Millionen vom Land dazu, die quasi geschenkt sind, von denen wir als Stadt nur profitieren. Solange der SC Freiburg nicht lange Zeit in der 3. Liga spielt, wovon nicht auszugehen ist, kostet die Bürgschaft für das Stadion die Stadt Freiburg keinen Cent. Außerdem kann man die insgesamt 30 Millionen, bestehend aus dem Eigenkapital des SC und dem Sponsoring von Rothaus, von den Gesamtkosten des Stadions abziehen. Wenn man jetzt noch bedenkt, was ein Fußballstadion für das Image einer Stadt bedeutet, für ihren Tourismus und Standing, nicht nur in Deutschland, sondern Europaweit, dann muss man einsehen, dass ein neues Stadion mehr Geld einbringt, als dafür ausgegeben wird. Zusätzlich sollte man nicht vergessen, dass der SC Freiburg nicht nur größter Sympathieträger Freiburgs, sondern auch einer der größten Steuerzahler ist.

Foto: Jürgen Tittel

Foto: Jürgen Tittel

Soviel zum Geld. Es gibt auch viele Stimmen, die sich aus persönlichen Gründen gegen das Stadion stellen, nicht aus finanziellen. Meist sind es besorgte Anwohner, oft auch Segelflieger oder Fallschirmspringer die persönlich betroffen sind. Was die Anwohner angeht, so muss ich ihnen wirklich sagen, dass es egoistisch wäre zu behaupten, ein Standort der 400 Meter von der nächsten Wohnbebauung weg ist sei unzumutbar, während der alte Standort, der nicht mal 40 Meter vom nächsten Wohnhaus weg ist, wunderprima sei. Diese „Ja, aber nicht in meinem Vorgarten“ Mentalität kann man am Stammtisch ausleben, aber bitte nicht in der Politik. Bürger am Wolfswinkel sind nicht weniger und nicht mehr wert, als Bürger in Littenweiler.
Da der Flugzeugbetrieb, insbesondere Organtransporte, weiterhin fortgesetzt werden kann, sehe ich auch hier kein Problem, dass größer wäre, als Probleme, die bei anderen Standorten auftauchen. Jetzt mal ehrlich: wer Segelfliegen kann, der kann auch die halbe Stunde fahrt nach Bremgarten in Kauf nehmen. Wer das nicht will, der sollte auch nicht fordern, dass das Stadion außerhalb der Stadt gebaut werden soll.
Standorte außerhalb der Freiburger Gemarkung wären ohnehin ein Schuss ins Knie, weil der SC wie gesagt einer der größten Freiburger Steuerzahler ist. In den letzten vier Jahren gingen jährlich 2,4 Millionen Steuern direkt an die Stadt Freiburg. Das sind 800.000 mehr, als die Stadt für Breitensport ausgibt. Wer also sagt, man soll Breitensport statt Profisport fördern, muss für die Förderung des SC Freiburgs sein, da dessen Steuereinnahmen den Breitensport komplett finanzieren können.
Zudem ist der SC Freiburg ohnehin einer der Vereine, die am besten wirtschaften, da er einer der wenigen Vereine ist, die seit Jahren wirtschaftlich stabil sind, und nicht verschuldet. Das, obwohl er mit Freiburg einen industriearmen Standort hat und keinen großen Industriechef, der ihm den Rücken deckt, wie bei Hoffenheim oder Werksvereinen, wie Wolfsburg und Bayer Leverkusen.

Foto: Jürgen Tittel

Foto: Jürgen Tittel

Wie aber schafft der SC Freiburg das? Abgesehen von intelligentem Umgang mit Geld, vor allem durch Jugendförderung. Die Freiburger Fußballschule ist landesweit als eine der besten bekannt. Der SC hat die Fußballschule mit einem Eigenanteil von drei Viertel quasi selbst auf die Beine gestellt, und hat dank den Nachwuchsspielern 2005 das jüngste Profiteam unter den Erst- und Zweitligisten aufgestellt. 2012 setzte der SC Freiburg acht seiner ehemaligen Fußballschüler in der Bundesliga ein. Mehr als jeder andere! Diese Jugendförderung ermöglicht es dem SC, positiv zu wirtschaften, da er keine teuren Spieler kaufen muss, sondern eigene trainiert.
Neben dem Füchsleclub und der Fußballschule mit 10 Jungendmannschaften, ist auch das Fanprojekt ein Vorzeigemodel der Jugendförderung, welches sich über das gemeinsame Hobby Fußball hinaus auch mit gesellschaftliche Themen beschäftigt, und sich zum Beispiel gegen Rassismus einsetzt. Ohne ein Stadion, kein SC. Ohne SC, Verluste in Wirtschaft, Zerstörung von Sozialstrukturen, insbesondere junger Menschen. Jeder andere Standort zieht mehr Nachteile mit sich als dieser. Ihr habt es in der Hand: Am ersten Februar für ein Stadion stimmen!“

Sergio Schmidt (Stadtrat Junges Freiburg), Bürgerinformationsveranstaltung SC-Stadion Neubau, Rothausarena Freiburg, DO 04.12.2014