Kathrin Vogel tritt zurück

Unsere 1. Vorsitzende, Kathrin Vogel, tritt von ihrem Amt zurück. Grund dafür ist eine Veröffentlichung der Autonomen Antifa Freiburg, welche ihre Adresse und persönliche Beziehungen in ihrem Umfeld veröffentlicht hat. Dabei wird ihr eine “Nazivergangenheit” unterstellt und ihre linke Politik diskreditiert. Sie fühlt sich bedroht und im Augenblick nicht weiter in der Lage, sich kommunalpolitisch zu engagieren

Kathrin Vogel ist seit März 2017 Vorsitzende von Junges Freiburg und hat sich dabei vor allem für Bildungsgerechtigkeit, Umweltschutz und mehr Interesse und Engagement von jungen Menschen, insbesondere von Frauen, in der Kommunalpolitik eingesetzt. Sie hat sich im Wahlkampf für Monika Stein eingebracht und Junges Freiburg im Ring Politischer Jugend vertreten. Sie trug die Verantwortung für das Wahlkampfkonto, stand an vielen Infoständen und beteiligte sich bei Veranstaltungen, z.B. beim OB-Kandidat*innengrillen im Freizeichen.

Bei Junges Freiburg verurteilen wir den polemischen Charakter des Papiers der Autonomen Antifa Freiburg schärfstens. Kathrin Vogel als offen für rechtsextremes Gedankengut, ehemaliges Mitglied einer “Naziclique” oder “falsche Linke” zu bezeichnen ist einfach falsch und gezielt konstruiert. Die Methode des “Outens” wird verwendet, um Rechtsextreme anzuprangern und ist in diesem Fall völlig unangebracht und dient hier lediglich der Einschüchterung.

Kathrin Vogel und Junges Freiburg e.V. distanzieren sich entschieden von Rechts und rechten Kräften in Verbindungen. Die gemeinsamen Grundwerte sind Toleranz, Offenheit und Vielfalt sowie der Einsatz gegen Rassismus, Pauschalisierung und Diskriminierung.

Am 31. Januar 2019 findet eine Mitgliederversammlung von Junges Freiburg statt, bei der die Kommunalwahlliste aufgestellt werden soll. Bei dieser entscheiden die Mitglieder auch über die Nachfolge von Kathrin als 1. Vorsitzende

“Ich bin sehr unglücklich über die Umstände, unter welchen Kathrin sich nun zurückziehen muss. Sie hat sich bei uns verdient gemacht und ihr Rücktritt bedeutet, dass die Kommunalpolitik eine junge, engagierte Frau verliert.”

meint Lukas Mörchen, Stadtrat für Junges Freiburg.